Wechseljahre
| die Kraft der WandlungsZeit
Es gibt Zeiten im Leben, in denen sich etwas verändert. Nicht leise, nicht geordnet, aber im Körper, im Atem, im eigenen Sein – spürbar.
Viele nennen diese Zeiten – WechselJahre und ja, wir und unser Körper wechseln tatsächlich.
Doch das ist nicht das Eigentliche – denn unter all dem liegt eine Schwelle.
Eine Zeit, in der sich etwas verdichtet, tief in uns verdichtet. Unser Blick wird klarer, die Geduldsfäden dünner und das, was nicht mehr wahr ist, können wir meistens nicht mehr länger halten. Das ist kein Verlust, es ist eine Bewegung für etwas Altes, was endet. Nicht abrupt. Schichtweise.
Es ist als während wir die Schichten abschälen, sich etwas löst und etwas anderes entsteht. Manchmal nicht sofort sichtbar, doch spürbar.
Viele von uns Frauen, beginnen in dieser Zeit anders zu hören, auf das Umfeld, auf die Natur, auf sich selbst.
Was will ich wirklich.
Was bleibt.
Was geht.
In dieser Zeit geschieht es oft, was sich nicht planen lässt.
Worte werden einfacher und stärker, Entscheidungen stiller, denn hier fehlt nichts mehr, es kehrt etwas zurück.
Vielleiht ist das die eigentliche Kraft der WandlungsZeit.
Nicht das Werden von etwas Neuem. Sondern das Erinnern an das, was längst da ist.
Manche Räume öffnen sich genau dort.
Foto von Elina Zolotareva by Adobe-Stock.com-Lizenz